«Der Webauftritt von Time Job hat sich verändert,
unsere Werte sind dieselben geblieben.»

Time Job bloggt – Ausgabe August 2017

Zurück in die Zukunft

Prognosen sind äusserst schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Dieses wunderbare Zitat hat leider keinen eindeutigen Urheber (Mark Twain, Winston Churchill und Kurt Tucholsky werden häufig genannt). Trotz des oben erwähnten Umstands ist in journalistischen Kreisen der Blick in die Glaskugel derzeit en vogue – insbesondere dann, wenn es sich um das Thema „Digitalisierung“ handelt. Kein Tag vergeht, ohne dass ein visionärer Autor eine Branche medial „uberisiert“ oder „disruptiert“.

Keine Angst, dieser Blog-Beitrag gehört nicht zur Sorte „die Erde ist eine Scheibe“. Natürlich verändert die Digitalisierung die bestehenden Geschäftsmodelle fundamental. Als ehemaliger Touristiker war ich schon früh mit den Ungewissheiten und Chancen der digitalen Entwicklung konfrontiert.

Die NZZ wittert jetzt auch in der Personalvermittlung eine „Uberisierung“ (unglaublich, dass sich die NZZ auf diese Wortkreation einlässt!). Es fühlt sich an, als ob ich mich in den plutoniumbetriebenen DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“ gesetzt hätte: Ich befinde mich wieder in einer Branche, die gerade digitalisiert wird. Wie im Drehbuch des Filmes habe ich jetzt jedoch das vermeintlich nötige Wissen um den Verlauf der Geschichte zu unseren Gunsten zu beeinflussen. Das ist auch nötig, denn neue digitale Geschäftsmodelle haben den Reisebürobestand in den letzten Jahren dramatisch reduziert.

Steht der Personalberatungsbranche also auch eine Phase der Konsolidierung bevor? Ich wage trotz DeLorean keine Prognose. Das ist meines Erachtens auch nicht konstruktiv. Spannender ist doch zu thematisieren, welche Verbesserungen digitale Geschäftsmodelle für die Kunden mit sich bringen. Die überlebenden Reisebüros haben sich nämlich genau diese(r) Frage gestellt.

Denn die Digitalisierung per se schafft keinen Mehrwehrt für die Kunden. Vielmehr ermöglichen digitale Geschäftsmodelle in einigen Fällen eine bessere Erfüllung des Kundenbedürfnisses in Bezug auf Kosten und Zeit als es bisher der Fall war. Airbnb hat, bei allem Respekt, das Rad nicht neu erfunden. Private Unterkünfte wurden schon lange vorher touristisch genutzt. Neu sind dagegen das riesige Angebot und die im Vergleich oft (noch) günstigeren Preise. Zudem hat es Airbnb geschafft, die Abwicklung stark zu vereinfachen. Gleiches gilt für Amazon. Und für Netflix. Und ja, auch für Uber.

Das Phänomen, dass Unternehmungen ihre Dienstleistungen im Sinne der Kunden verbessern und damit Wettbewerber unter Druck setzen, ist nicht neu. Für uns als Time Job heisst das, dass wir uns radikal am Kundennutzen orientieren. Dies sichert uns die wirtschaftliche Daseinsberechtigung.

Neu hingegen ist das Phänomen des „The Winner Takes It All“. Eine der Prämissen eines funktionierenden Wirtschaftssystems wie wir es kennen sind atomistische Akteure. Erst dann kann Wettbewerb entstehen. Ansonsten spricht man von Marktversagen. Doch wie sich bei digitalen Plattform-Geschäftsmodellen nun mehr und mehr zeigt, gewinnt die Unternehmung, die es als erstes schafft ein relevantes Netzwerk aufzubauen. Diese Netzwerkeffekte verhelfen den Platzhirschen zur Monopolstellung. Aus wirtschaftsliberaler Sicht finde ich diese Entwicklung problematisch.

Ich bin sicher, dass es Adam Smiths „Invisible Hand“ diesmal nicht richten wird. Die Ausgangslage ist zu komplex. Ob es die Politik schafft? Wir, die Time Job, werden uns nicht darauf verlassen und weiterhin unser Bestes geben. Für unsere Kunden, für unsere Mitarbeitenden und für unsere Partner. Denn Eigenverantwortung ist ein anderer wichtiger Pfeiler eines funktionierenden Kapitalismus und eine Tugend der Schweizer KMU.

 

Time Job bloggt – Ausgabe Mai 2017

Das Froschkönig-Dasein der Personalvermittler

Ich bin Quereinsteiger. Mein Entscheid, in die Personalvermittlung zu wechseln, wurde vielerorts mit einem pathetischen «Gratuliere, das ist sicher eine spannende Branche!» kommentiert. Doch der Tonfall, welcher diese Aussagen jeweils unterschwellig begleitete, klang mehr nach einem schockierten «Recruiting? Echt jetzt?». Diese Bemerkungen zu meiner Jobwahl fanden ihren Höhepunkt in einer Unterhaltung mit einem HR-Profi welcher lapidar bemerkte: «Toll, aber heutzutage braucht es doch keine Stellenvermittler mehr».

Diese Stigmatisierung des Recruitings und der Stellenvermittlungsbranche aktivierten das «Robin-Hood-Zentrum» in meinem Stammhirn. Ich war begeistert.

Und ich wunderte mich über das Froschkönig-Dasein dieser Branche: Ich lernte schnell, dass Stellenvermittler oft den Ruf des glitschigen Froschs innehaben, mit dem man lieber nichts zu tun haben will. Wenn er aber die goldene Kugel, in Form einer perfekten Kandidatin, findet, dann kommt man trotzdem – wie in Grimms Original – miteinander ins Geschäft. Ich konnte mir aus dieser latenten Abwehrhaltung keinen Reim machen.

Denn die Fakten und die oben geschilderte Wahrnehmung der Branche divergieren stark: 90’580 Festvermittlungen und 314’490 Temporärarbeitende wurden im Jahr 2015 gemäss Swissstaffing über nichtstaatliche Stellenvermittler getätigt bzw. platziert. Der Temporärmarkt wächst mit ca. 8% per annum. Das ist eindrücklich.

Und es erstaunt nicht: Denn die Rolle der Personalvermittler macht vor allem auch aus Sicht der Transaktionskosten-Theorie Sinn. Demnach können (zu) hohe Suchkosten verhindern, dass Arbeitgeber die optimale Arbeitnehmerin finden. Denn die hohen Suchkosten könnten die Vorteile einer besseren Kandidatin wieder kompensieren.

Das heisst, dass es für Unternehmen effizienter und damit günstiger sein kann, für eine Stelle 3-5 passende Kandidatinnen von einem (oder von mehreren) Stellenvermittler zu erhalten, anstatt direkt am Markt 200 Kandidatinnen selber anzuwerben und dann zu selektieren. Dieses Vorgehen hat zwei gewichtige Vorteile:

– Die Reichweite wird kosteneffizient erweitert und damit die Qualität der Kandidatinnen dank dem Einbezug der Stellenvermittler potenziell verbessert.

– Gleichzeitig reduziert sich der Suchaufwand auf ein Minimum.

Das müsste eigentlich bedeuten, dass sich viele Unternehmen aus Effizienz- und Qualitätsgründen dafür entscheiden, das «ungeliebte» Recruiting über Personalvermittler abzuwickeln.

Aber Verhaltenswissenschaftler gehen davon aus, dass wirtschaftliche Akteure begrenzt rational handeln. Demnach treffen Menschen Entscheidungen oftmals basierend auf einfachen und schnellen Daumenregeln (Heuristiken) und nicht aufgrund einer umfassenden Analyse aller Möglichkeiten.

Dies ist ein möglicher Erklärungsansatz von vielen, warum Unternehmungen immer noch selber rekrutieren. Denn die angewendeten Heuristiken in der Rekrutierung halten die Suchkosten tief und damit die Rekrutierung vermeintlich effizient.

Vermeintlich. Denn bei Anwendung von Heuristiken im Rekrutierungsprozess entgeht dem Unternehmen ein beachtlicher Teil des Gesamtmarktes an verfügbaren Kandidatinnen. Das Risiko einer Fehleinstellung steigt. Das Dilemma: Die eigene Reichweite zu erhöhen um an die besten Kandidaten zu gelangen würde zu hohe Suchkosten verursachen.

Genau hier kommen die Stellenvermittler ins Spiel. Sie sind für Unternehmen der kosteneffiziente Zugang zu einem grossen Bewerbermarkt. Dies erlaubt Unternehmen, rational, sprich basierend auf einer umfassenden Analyse einer maximalen Anzahl an Möglichkeiten, die perfekte Kandidatin zu finden.

Aber dazu muss man den Frosch küssen.

 

Time Job bloggt – Ausgabe März 2017

Liebe Stellensuchende. Bewerben Sie sich erst auf Ihre Traumstelle, nachdem Sie diese sieben Bewerbungstipps gelesen haben!

Wer kennt es nicht? Der Bewerbungsprozess gleicht oft einer Fahrt mit dem Blue Fire Megacoaster im Europapark: In der einen Minute peitschen einen die Endorphine zu imaginären Luftsprüngen an. Es kribbelt im Bauch als ob man gerade 16 und das erste Mal so richtig verliebt ist. Und zwei Durchhalte- und ein Absagemail später ist man am Boden zerstört und die Endorphine haben dem Cortisol Platz gemacht. Man kämpft mit dem Magen. Es war eben doch nur eine kurze heisse Affäre und nicht die wahre Liebe. Doch: Das muss nicht sein – wenn Sie unsere sieben besten Bewerbungstipps beherzigen:

Bitte lächeln! Selfies sind toll! Aber für ein Bewerbungsfoto ein „nogo“. Ebenso sind „Duckface“, das Cocktailglas, der beste Kumpel und Benno der Bernhardiner gänzlich ungeeignet. Investieren Sie in ein professionelles Foto. Es ist zwar nicht so dramatisch, wie der Blick es darstellt („HR-Profis laden die knackigsten zum Gespräch ein“). Doch sicher ist: ein qualitativ gutes Foto wird Sie in die vorderen Ränge katapultieren.

Lebenslauf für Mensch und Maschine. Ihr Lebenslauf muss den Leser umhauen. Nicht weil er massiv überladen ist. Und nicht, weil man sich im Dickicht aus Abschlüssen, Erfahrungen und kompetenzgeladenen Adjektiven verliert. Nein. Weil er aufgeräumt ist, die wahren Highlights sofort sichtbar sind und er auch dem gewieftesten Robo-Recruiter paroli bietet.

Sie sind nicht allein. Damit meinen wir nicht extraterrestrisches Leben. Vielmehr wollen auch andere denselben Job wie Sie haben. Sie heben sich ab, wenn Sie interessiert und motiviert sind. Und das funktioniert am besten, wenn es von Herzen kommt.

Überrumpelt. Wer kennt es nicht: man steckt noch unter der Dusche und es klingelt. Die Gäste sind 20 Minuten zu früh! Niemand wird gerne überrumpelt, auch Ihr Interviewpartner nicht. Wenn Sie zu früh dran sind, tanken Sie besser noch ein bisschen Sauerstoff und drehen eine Runde ums Gebäude. Das beruhigt Ihre Nerven und die des Recruiters.

Less is more… gilt nur für den Ausgang! Denn: Gottfried Kellers „Kleider machen Leute“ ist aktuell wie eh und je. Dies ist keine Aufforderung sich übertrieben zu kleiden. Die Kleidung muss zu Ihnen und dem Firmenkontext passen.

www.IhrzukünftigerArbeitgeber.ch. Die Webseiten der Arbeitgeber lechzen förmlich danach, von Ihnen gelesen zu werden. Wehe, wer bei der Frage „was wissen Sie denn über uns?“ nur ein Achselzucken übrig hat und etwas wie „äh, sie sind in der Finanzbranche tätig“ vor sich hin stammelt.

Zu guter Letzt. Es ist ein bisschen wie beim ersten Date. Nicht nur Sie sind nervös, wahrscheinlich auch Ihr Gegenüber. Ziemlich sicher sogar. Das soll Ihnen Mut machen. Oft hilft es zu wissen, dass man nicht alleine ist. Und wenn das noch nicht hilft dann denken Sie daran: Man hat Sie eingeladen, weil Sie interessant sind. Sie haben etwas zu bieten. Also los: Chum bring en hei!

 

Neue Geschäftsführung ab 01. Februar 2017

Wir freuen uns sehr, Urs Jäckli als Geschäftsführer in unserem Team zu begrüssen und wünschen ihm viel Freude und Erfolg!

Das Time Job Team

Francesca Da Rui-Boero, Karin Jurt-Nussbaumer, Syreeta Muheim, Jolanda Gfeller, Viviana Altorfer, Apostolos Michakis, Filipa Nobre

Time Job AG Personalberatung

Feststellen & Temporärjobs, Kaderselektion
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